
Wenn Sie Mutter oder Vater eines Kindes mit Zerebralparese oder einer anderen neurologischen Erkrankung sind, haben Sie sich diese Frage wahrscheinlich schon oft gestellt:
Machen wir genug Therapie?
Und sobald Sie online suchen, wird es schnell unübersichtlich.
Sie finden Intensivprogramme mit drei oder vier Stunden Therapie pro Tag über mehrere Wochen. Sie sehen eindrückliche Videos und Vorher-Nachher-Geschichten. Manche Familien reisen ins Ausland und geben CHF 8'000 bis 16'000 oder mehr für einen einzigen Intensivblock aus.
Manche dieser Programme können sehr gut sein.
Aber die Anzahl Stunden allein sagt nichts darüber aus, ob die Therapie wirkt.
Entscheidend ist, was Ihr Kind während dieser Stunden tatsächlich tut.
Was bedeutet «intensive Therapie» wirklich?
Es gibt keine einheitliche Definition.
In der Regel bedeutet intensive Therapie mehrere Stunden Therapie pro Tag, an mehreren Tagen pro Woche, über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen.
Das unterscheidet sich stark vom klassischen Modell von ein bis zwei Physiotherapie- oder Ergotherapie-Sitzungen pro Woche.
Der Grund, warum intensive Therapie wirksam sein kann, ist eigentlich einfach.
Gehirn und Nervensystem lernen durch Wiederholung.
Wenn ein Kind laufen lernt, das Gleichgewicht verbessert, einen Arm oder eine Hand einsetzt, selbständiger steht oder eine Alltagsbewegung übt, muss es diese Bewegung sehr oft üben.
Nicht fünf Mal.
Nicht zehn Mal.
Möglicherweise mehrere Hundert Mal.
Genau hier wird die Qualität der Therapie ebenso wichtig wie die Anzahl Stunden.
Vier Stunden Therapie sind nicht automatisch besser als eine
Eltern hören oft, ihr Kind brauche mehr Therapie.
Manchmal stimmt das.
Aber mehr Stunden bedeuten nicht automatisch bessere Therapie.
Wenn ein Kind nach der ersten Stunde erschöpft ist und die nächsten drei Stunden mit sehr wenig aktiver Beteiligung durch Übungen bewegt wird, bringen diese zusätzlichen Stunden womöglich nicht den Nutzen, den sich die Eltern erhoffen.
Das Ziel sollte sein, so viele hochwertige, zielgerichtete Wiederholungen zu erreichen, wie das Kind vernünftigerweise verträgt.
Das ist einer der Gründe, warum wir bei Nextherapy Robotik einsetzen.
Ein Kind, das zum Beispiel den Lokomat Pediatric nutzt, kann während einer Sitzung eine sehr grosse Anzahl strukturierter Gehbewegungen ausführen, während die Therapeutin oder der Therapeut das Unterstützungsniveau steuert und das Training an das Kind anpasst.
Die Technologie ersetzt die Therapeutin oder den Therapeuten nicht.
Sie ermöglicht ihr oder ihm, mehr zu leisten.
Wie viele Stunden braucht mein Kind also wirklich?
Ohne Beurteilung des Kindes gibt es keine verantwortbare Antwort.
Ein fünfjähriges Kind mit Zerebralparese, das gerade beginnt, Schritte zu machen, hat ganz andere Bedürfnisse als eine Vierzehnjährige, die an Ausdauer, Gleichgewicht oder Selbständigkeit arbeitet.
Wir betrachten die Ziele des Kindes, sein Alter, die Diagnose, Kraft, Ausdauer, den Schulplan und den aktuellen Funktionsstand.
Danach entscheiden wir, welche Intensität sinnvoll ist.
Für das eine Kind bedeutet das mehrere Sitzungen pro Woche.
Für ein anderes ist eine kurze Intensivphase, gefolgt von einem Erhaltungsprogramm, sinnvoller.
Und manchmal ist die Antwort tatsächlich weniger Therapie, dafür bessere Therapie.
Kinder brauchen weiterhin Schule, Freundinnen und Freunde, Familie und ein Leben ausserhalb der Rehabilitation.
Die Schweiz verfügt bereits über sehr gute pädiatrische Neurorehabilitation
Familien nehmen manchmal an, sie müssten ins Ausland reisen, um eine exzellente Intensivrehabilitation zu finden.
Das ist schlicht nicht immer der Fall.
Die Schweiz verfügt über sehr erfahrene pädiatrische Fachpersonen und etablierte Institutionen wie das Universitäts-Kinderspital Zürich mit seinen Rehabilitationsangeboten in Affoltern am Albis, sowie weitere ausgezeichnete pädiatrische Rehabilitationszentren.
Nextherapy ist eine weitere Option für Familien, die eine hochspezialisierte neurologische Physio- und Ergotherapie im ambulanten Setting suchen, besonders wenn eine hohe Wiederholungszahl und Rehabilitationstechnologie wichtige Teile des Behandlungsplans sind.
Unsere Kliniken in Zürich und St. Gallen verfügen über mehr als 20 Rehabilitationstechnologien und robotische Systeme. Je nach Kind und Zielsetzung kann an Gehen, Gleichgewicht, Stehen, Arm- und Handfunktion sowie Alltagsaktivitäten gearbeitet werden.
Es geht nicht darum, einen Roboter einzusetzen, weil er eindrücklich aussieht.
Es geht darum, Technologie dann einzusetzen, wenn sie einem Kind erlaubt, während der Therapiezeit mehr von der richtigen Bewegung zu üben.
Halten intensive Fortschritte an?
Das können sie.
Aber was nach der Intensivphase passiert, ist entscheidend.
Ein Kind kann während eines konzentrierten dreiwöchigen Programms deutliche Fortschritte machen und einen Teil davon danach wieder verlieren, wenn die neuen Fähigkeiten nicht weiter genutzt werden.
Deshalb sind wir der Ansicht, dass Rehabilitation nicht auf eine einzige dramatische Massnahme aufgebaut sein sollte.
Sie sollte ein Plan sein.
Intensivphasen können sehr nützlich sein. Ebenso regelmässige wöchentliche Therapie. Ebenso Heimübungen. Und Robotik kann helfen, die Anzahl Wiederholungen innerhalb einer normalen Therapiesitzung zu erhöhen.
Die richtige Kombination hängt vom Kind ab.
Und was kostet das?
Das ist ein wichtiger Unterschied für Familien in der Schweiz.
Internationale Intensivprogramme können Familien mehrere Tausend Franken aus eigener Tasche kosten, noch bevor Flüge, Hotels und die Abwesenheit von Arbeit und Schule überhaupt eingerechnet sind.
Für anspruchsberechtigte Kinder in der Schweiz kann verordnete Physio- und Ergotherapie je nach Diagnose, Indikation und den geltenden Versicherungsvoraussetzungen über die IV oder die Krankenkasse übernommen werden.
Bei Nextherapy entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Einsatz unserer robotergestützten Rehabilitationstechnologie.
Das schliesst Technologien wie den Lokomat Pediatric mit ein.
Sie zahlen nicht mehr, weil Ihr Kind mit Robotik trainiert.
Finden Sie zuerst heraus, was Ihr Kind wirklich braucht
Bevor Sie entscheiden, dass Ihr Kind drei Wochen Intensivtherapie, vier Stunden täglich oder eine weitere Auslandreise braucht, stellen Sie sich zuerst eine viel einfachere Frage:
Was möchte mein Kind erreichen, und was ist der wirksamste Weg, ihm genügend hochwertige Übungspraxis zu geben, um dorthin zu gelangen?
Genau das betrachten wir bei unserer Erstabklärung.
Nextherapy bietet Familien eine kostenlose 30-minütige Abklärung an, um zu verstehen, welche Art und Intensität von Therapie für ihr Kind geeignet sein könnte.
Es besteht keine Verpflichtung, die Behandlung fortzusetzen.
Manchmal empfehlen wir intensive Therapie. Manchmal ist regelmässige wöchentliche Therapie sinnvoller. Und manchmal sagen wir Ihnen, dass das, was Ihr Kind bereits macht, angemessen ist.
Das Ziel ist nicht, Ihrem Kind mehr Therapie zu verkaufen.
Das Ziel ist, dass die Therapie, die es erhält, auch wirklich zählt.
Sprechen Sie mit uns über Ihre Situation.
In einer kostenlosen Abklärung besprechen wir Ihre Krankengeschichte, Ihre Ziele und die Möglichkeiten der Kostenübernahme.